
Das BegleiterNetzwerk Bochum startet das Projekt „INa – eine Initiative für Nachwuchs in der ehrenamtlichen Begleitung“. Mithilfe der Förderung des Bochum Fonds sollen MentorInnen qualifiziert werden, um neue und bestehende Begleitangebote in den Bereichen Gesundheit, Alter und Pflege zu betreuen und den Ehrenamtlichen mit Rat & Tat zur Seite zu stehen.
Die Nachfrage nach freiwilliger Unterstützung, wie Nachbarschaftshilfe, Pflege- oder Patientenbegleitung wird immer größer. Gute Ideen und Angebote könnten aber weniger werden, da es an Engagierten fehlt, die sie umsetzen und begleiten. Als eine Pflegebegleiterin der ersten Stunde organisiert Barbara S. seit vielen Jahren alles rund um das Engagement der Pflegebegleitung. Jetzt selbst im fortgeschritten Alter wünscht Sie sich jemanden, der in ihre Fußstapfen tritt und nach und nach ihre Aufgaben übernimmt.
In Herne gibt es seit ein paar Jahren das Schlaganfallhelfer-Projekt der AWO, welches ebenfalls auf ehrenamtlicher Arbeit basiert. Diese erfolgreiche Maßnahme könnte auch in Bochum realisiert werden. „Doch wir brauchen jemanden, der das gemeinsam mit uns aufbaut, Ehrenamtliche schult und ihnen fachlich zur Seite steht.“ erklärt die Mitarbeiterin des Seniorenbüro Südwest Ulrike Gauss.
Dies sind nur zwei Beispiele, wo INa Abhilfe schaffen will und nach Menschen sucht, die Spaß am Lernen und Lehren haben, sich gerne vernetzen und sozial engagieren möchten. Wer eine erfüllende Aufgabe neben Studium, Beruf, Familie oder Ruhestand sucht, ist hier genau richtig.

Gemeinsam mit der Hochschule Bochum wurde eine Qualifizierung entwickelt, um die MentorInnen auf ihre zukünftigen Aufgaben vorzubereiten: Sich selbst, die eigenen Interessen, Fähigkeiten und Erfahrungen reflektieren und Methoden für die Begleitung von Ehrenamtlichen erarbeiten. Auch der Austausch mit Aktiven aus dem BegleiterNetzwerk wird nicht zu kurz kommen. Eigenständig entwerfen die TeilnehmerInnen ein Begleitungskonzept und führen gemeinsam einen Einsteigerkurs für BegleiterInnen durch. Zum erfolgreichen Abschluss gibt es ein Zertifikat bei einer offiziellen Netzwerkveranstaltung überreicht. So haben die frisch gebackenen MentorInnen gleich die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen und Anschluss zu finden.

Wie es danach weitergeht, entscheiden die MentorInnen selbst. Ob eigene Ideen für ehrenamtliche Begleitung ins Leben gerufen werden, bestehende oder geplante Vorhaben übernommen werden, das BegleiterNetzwerk unterstützt die MentorInnen bei ihren weiteren Schritten.
„Das Motto unserer Initiative lautet Bochum hilft einander. INa soll helfen, dass Hilfesuchende in Bochum auch weiterhin kompetente Unterstützung finden und entlastet werden. Helfende Hände sollen Spaß an ihrer Aufgabe haben, gut darauf vorbereitet sein und fachlichen Rückhalt erfahren. Das macht für mich ein gutes Ehrenamt aus und dafür brauchen wir eine neue Generation von MentorInnen und BegleiterInnen.“ So fasst Anna Wischnewski, Sprecherin des BegleiterNetzwerk, die Zielsetzung von INa zusammen.
Alle Informationen zu INa, Termine und Inhalte der Mentoren-Qualifizierung und Einstiegsmöglichkeiten als Begleitung gibt es auf der INa-Seite.